Kärntner Nachhaltigkeitstag 2026

Kärntner Nachhaltigkeitstag 2026



Kärntner Nachhaltigkeitstag 2026: Gemeinsam für ein nachhaltiges und resilientes Gesundheitswesen

Am 13. Oktober 2026 stand in Waiern bei Feldkirchen alles im Zeichen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Resilienz im Gesundheitswesen. Beim Kärntner Nachhaltigkeitstag des Österreichischen Verbands Grüner Krankenhäuser, der heuer von der Diakonie de La Tour ausgerichtet wurde, diskutierten Expertinnen und Experten, wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ökologische Verantwortung übernehmen und gleichzeitig ihre Zukunfts- und Krisenfestigkeit stärken können.

Im Mittelpunkt standen praxisnahe Lösungsansätze für einen nachhaltigen und sicheren Klinikbetrieb – von der Wasser- und Energieversorgung über das klinische Abfallmanagement bis hin zu Biodiversität und klima- und gesundheitskompetentem Handeln.


Nachhaltigkeit als gemeinsame Verantwortung

„Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein soziales und ökonomisches Thema. Dazu gehört auch, die Resilienz unserer Gesundheitseinrichtungen für die Zukunft zu stärken“, betonte Wolfgang Deutz, Präsident des ÖVGK und Kaufmännischer Direktor des Klinikums Villach, im Rahmen der Veranstaltung.

Auch Gastgeberin Astrid Körner, Rektorin der Diakonie de La Tour, unterstrich die Bedeutung nachhaltiger Lösungen im Gesundheitsbereich. Krankenhäuser hätten durch ihren Energieverbrauch, ihr Abfallmanagement und die Wahl ihrer Materialien einen wesentlichen Einfluss auf Umwelt und Klima. Gemeinsam mit dem ÖVGK setze man sich dafür ein, Nachhaltigkeit im Gesundheitssektor als selbstverständlichen Bestandteil des Handelns zu verankern. Gerade beim Bau der neuen Diakonie-Klinik in Waiern seien diese Aspekte von Beginn an ein wichtiges Anliegen gewesen.


Praxisnahe Impulse für den Klinikalltag

Das abwechslungsreiche Programm zeigte, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen konkret umzusetzen.

• Klinisches Abfallmanagement: Der Vortrag zur Bewusstseinsbildung verdeutlichte, wie bereits durch Information und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden Verbesserungen im Umgang mit Klinikabfällen erreicht werden können.

• Sichere und nachhaltige Versorgung: Die Beiträge zur Wasser- und Energieversorgung zeigten, welche Bedeutung ressourcenschonende Lösungen und eine zuverlässige Infrastruktur für den Klinikbetrieb haben.

• Klima- und Gesundheitskompetenz: Vorgestellt wurde das digitale Lerntool „GreenHealthLearning“, das von der Hochschule Burgenland und dem Klinikum Villach im Rahmen eines von der FFG geförderten Forschungsprojekts entwickelt wurde. Es unterstützt Gesundheitsberufe dabei, Zusammenhänge zwischen Klima und Gesundheit zu erkennen und nachhaltiges Handeln im Berufsalltag zu fördern.

• Prozessoptimierung: EMAS III als Steuerungsrahmen für Patientenaufnahme, Dokumentation, Entlassung und Abrechnung.

• Biodiversität und Wohlbefinden: Einblicke in die „Gärten der Salutogenese“ des Elisabethinen-Krankenhauses in Klagenfurt zeigten, welchen Beitrag naturnahe Grünräume zu Gesundheit, Erholung und Biodiversität leisten können.

Die unterschiedlichen Beiträge machten deutlich, dass nachhaltige Entwicklung auf vielen Ebenen ansetzt und sowohl technische Lösungen als auch das Bewusstsein und Engagement der Mitarbeitenden erfordert.


Vernetzung als Schlüssel für eine grüne Zukunft

Der Kärntner Nachhaltigkeitstag bietet eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und gemeinsam weitere Schritte in Richtung eines nachhaltigen und resilienten Gesundheitswesens zu setzen.

„Ziel des Kärntner Nachhaltigkeitstags ist es zu zeigen, wie Krankenhäuser und auch Pflegeeinrichtungen in Kärnten bereits heute Vordenker einer grüneren und krisenstabilen Zukunft sind. Durch die wichtige Vernetzung wird deutlich, wie wir gemeinsam noch mehr erreichen können“, so Wolfgang Deutz.


Einblicke in die Diakonie Klinik Waiern und das Holzgaskraftwerk

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Führungen Einblicke in die im Bau befindliche Diakonie Klinik Waiern sowie in das innovative Holzgaskraftwerk der Diakonie. Die Besichtigungen boten Gelegenheit, nachhaltige Infrastruktur und zukunftsorientierte Versorgungslösungen direkt vor Ort kennenzulernen.

Beim anschließenden Come Together mit kulinarischer Begleitung durch Bio-Produkte vom Gartenhof, dem inklusivem Bio-Betrieb der Diakonie in Waiern, stand die Vernetzung im Mittelpunkt. Der persönliche Austausch bot Raum, die gewonnenen Impulse zu vertiefen und neue Ideen für die eigene Praxis mitzunehmen.

Auch bei der Organisation wurde Nachhaltigkeit konsequent berücksichtigt: Der Kärntner Nachhaltigkeitstag wurde nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings und Green Events ausgerichtet.



Fazit: Der Kärntner Nachhaltigkeitstag 2026 zeigte, dass ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen ökologische Verantwortung, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit sowie Krisenfestigkeit miteinander verbinden muss. Der Austausch und die Zusammenarbeit der Gesundheitseinrichtungen schaffen dafür eine wichtige Grundlage.




Fotocredit: Diakonie de La Tour und frauweiss.at

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