Kärntner Nachhaltigkeitstag 2025

Kärntner Nachhaltigkeitstag 2025


Klagenfurt, 30. Oktober 2025

Kärntner Nachhaltigkeitstag 2025 des Österreichischen Verbands Grüner Krankenhäuser (ÖVGK): Nachhaltigkeit strategisch, sozial und ökonomisch gedacht

Rund 100 Teilnehmer:innen aus dem Gesundheitswesen, der Verwaltung, Wirtschaft und Bildung folgten am 30. Oktober 2025 der Einladung des ÖVGK in die AUVA-Außenstelle Klagenfurt zum Kärntner Nachhaltigkeitstag 2025. Im Mittelpunkt stand ein breiter Nachhaltigkeitsbegriff – einer, der über den ökologischen Fokus hinausgeht und auch soziale sowie ökonomische Aspekte mit einbezieht.

„Nachhaltigkeit ist mehr als Umweltschutz. Es geht darum, strategisch zu denken und praktisch zu handeln“, betont Wolfgang Reicht, Vorstandsmitglied im ÖVGK. Das Programm des Tages verband daher bewusst strategische Impulse mit praxisnahen Beispielen – unter dem Motto: Strategie trifft Praxis, Vision trifft Alltag.



Strategische Perspektiven – von Kärnten bis Brüssel

Den Auftakt machte Manfred Ferch, Finanzleiter der KABEG, mit der Vorstellung der Nachhaltigkeitsstrategie der KABEG. Als größter Arbeitgeber Kärntens habe die KABEG, so Ferch, einen „riesigen Hebel“, um Verantwortung zu übernehmen und als Vorbild für andere Organisationen zu wirken.

Im Anschluss führte Christoph Gräfling, Experte für europäische Nachhaltigkeitsberichterstattung, durch den aktuellen Regelungsrahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Da die EU-Vorgaben immer wieder angepasst werden, entstehe in vielen Unternehmen Unsicherheit – Gräfling schaffte hier Klarheit und half, „das Dickicht der Standards zu lichten“.



Nachhaltigkeit lernen und lehren

Ein starkes Zeichen setzten auch die beiden Bildungseinrichtungen FH Kärnten (Andrea Stitzel) und die Hochschule Burgenland (Florian Schnabl). Sie präsentierten innovative Projekte zur Bewusstseinsbildung junger Menschen und stellten neue Ansätze vor, wie Nachhaltigkeit gelehrt, gelebt und weitergegeben werden kann.



Gesundheitseinrichtungen im Wandel

Als Highlight präsentierte Christoph Csoklich von der Gesundheit Österreich GmbH erstmals Ergebnisse aus dem Projekt Beratung klimafreundlicher Gesundheitseinrichtungen. Rund 50 % der österreichischen Krankenanstalten haben daran teilgenommen. Die Erkenntnisse zeigten eindrucksvoll, wohin die Reise in Richtung klimafreundlicher Krankenhausbetrieb gehen müsse.

Einen inspirierenden Blick über die Landesgrenzen bot anschließend Diego Angelino vom Nordic Center for Sustainable Healthcare (Schweden). Das schwedische Pendant zum Österreichischen Verband Grüner Krankenhäuser umfasst weit über 100 Mitglieder. Angelino, der sich online zuschaltete, stellte die Vision des „World’s Greenest Hospital“ vor und gab wertvolle Einblicke, wie Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen strukturell verankert werden kann.



Nachhaltigkeit in der Praxis

Zurück nach Kärnten führte der Beitrag von Michael Wulz, Technischer Betriebsleiter des LKH Villach. Er beleuchtete die Vielschichtigkeit von Nachhaltigkeit und zeigte, dass der Begriff weit mehr Verantwortung trägt, als oftmals wahrgenommen wird.

Auch ein Blick über den Gesundheitsbereich hinaus durfte nicht fehlen: Eva Slamanig, Finanzchefin und Prokuristin der KELAG, sprach über Versorgungssicherheit und die Nachhaltigkeitsstrategie des Energieunternehmens – ein Thema, das nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern für die gesamte Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist.

Zum Abschluss stand die Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Fokus. Martina Schmölzer (Diätologin) und Tatjana Dobaj (Nachhaltigkeitsbeauftragte der Diakonie Kärnten) präsentierten interdisziplinäre Lösungsansätze, die zeigen, dass selbst im herausfordernden Krankenhausalltag praktikable und wirkungsvolle Maßnahmen möglich sind.



Nachhaltigkeit auch am Teller

Abgerundet wurde der Tag mit einem kulinarischen Beitrag aus der Küche des UKH Klagenfurt: Ein nachhaltig gestaltetes Menü mit regionalen und biologischen Zutaten zeigte, dass auch Genuss und Verantwortung Hand in Hand gehen können. Ganz im Sinne des Veranstaltungsmottos hieß es zum Schluss: „Nachhaltigkeit zum Mitnehmen“ – die Reste des Buffets standen zum Mitnehmen bereit.




Einen herzlichen Dank an unsere Kooperationspartner:

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